Dienstag, 14. November 2017

NIETZSCHE VERNUNFT KARTE - Documentation


The online documentation of my 10m long map-project "NIETZSCHE VERNUNFT KARTE" which is mapping the various concepts of "reason" in Nietzsche's entire oeuvre is now online. The map is - like Nietzsche's original writings - held in German and so is the documentation which can be found here.





Montag, 23. Oktober 2017

Dokumentation der Lesung "Versuch zu Hélène Cixous" von Sabina Holzer und Kilian Jörg

Diese performative Lesung fand am 19/10/2017 im Rahmen der Stoffwechsel-Werkstatt 2017 statt.
www.stffwchsl.net
Sabina Holzer: www.cattravelsnotalone.at


ein Ausschnitt des Texts findet sich hier.
(eine Gesamtpublikation steht noch aus)



Außerdem möchte ich hier in aller Kürze darauf hinweisen, dass ich nächsten Mittwoch, 25.10 um 16h eine kleine öffentliche Führung zu meiner NIETZSCHE VERNUNFT KARTE geben werde.

 

Dienstag, 17. Oktober 2017

NIETZSCHE VERNUNFT MAP, STOFFWECHSEL WERKSTATT and TEXTEN with SABINA HOLZER this Thursday




These are some impressions of my ongoing project NIETZSCHE VERNUNFT MAP in which I am making a ca. 12m long map of Nietzsche's very diverse concepts of reason ("Vernunft") - the map is still in the making and you can visit me during the process of creating it every day between 16-21h (except Saturday) until the 25th of October at Stoffwechsel Werkstatt /ARTIST’s SPACE / Schutzhaus Zukunft - Drop by! We are several artists & theoreticians working together closely for more than two weeks. Furthermore we invited many guests and there are lectures, concerts, interventions etc. almost every evening!


For more Information (&documentation of the work in process of all participants), see: http://www.stffwchsl.net/


Additionally, I can announce that I will have a collaborative reading-performance with Sabina Holzer at Stoffwechsel Werkstatt this Thursday, 20h - we will be performing one of our "reaction"-texts and already posted an excerpt of it here.

Montag, 9. Oktober 2017

Stoffwechsel public lab - 10th to 25th of October




From tomorrow on I will be part of the two week-long "Stoffwechsel-Werkstatt"

"After 2 years of artistic research the artists disclose their various artistic approaches and cordially invite you to visit and enter into dialogue with them during their research. This time the focus of attention is radically directed to the mutual permeations of various material and immaterial forms: How does art reflect? How does reflection with materials show in and through that material? How does this influence our social relationship patterns? And how can another concept of the world and its potentials of togetherness be made tangible and accessible to an audience?"

By and with Alfred Lenz (AT), Anita Kaya (AT), Axel Brom (AT), Claudia Heu (AT), Jack Hauser (AT), Kilian Jörg (AT/DE), Lisa Hinterreithner (AT), Sabina Holzer (AT), TE -R (Thomas Wagensommerer (AT) & Louise Linsenbolz (DE)), Yasmin Ritschl (DE/GB).

Furthermore, Arno Böhler & Susanne Granzer (AT), Brigid Roth (IRL), Elisabeth Schäfer (AT), Mariella Greil (AT), Nikolaus Gansterer (AT) are invited to
participate in the exchange with their artistic interventions. 

From October 10-25, 2017 (except Sat) // 4pm-9pm
Visit any time/ Free admission
Location: Im_flieger @ SCHUTZHAUS ZUKUNFT auf der Schmelz, 1150 Vienna
Public transport: U3 -> Johnstraße,
Bus 10A / 12A ->Auf der Schmelz, 48A -> Camillo-Sitte-Gasse,
Tram 9 -> Guntherstraße

more information on stffwchsl.net 

furthermore there will be a reading of the ongoing collaborative texts with Sabina Holzer and me on the 16th of October. More soon. 

Donnerstag, 28. September 2017

Fünf Berliner Miniaturen

In my last months in Berlin I have collected five little miniatures of occurrences around me. In German.


Fünf Berliner Miniaturen

1

Zehlendorf, Rost- und Silberlaube der FU

Eine Freundin und ich suchen – schon leicht verpeilt – einen neuen Arbeitsplatz. Das Bedürfnis nach Wasser Ab- und Zufuhr treibt uns in nächste Herrenklo. Während sich die Flasche umständlich schief füllt, erzähle ich von den Toilettenlogos im HKW. Dort sind an einer Tür Männerköpfe mit Röcken und an der anderen lange Haare und Brüste in Männerbeinen. Meine Freundin verlautbart, dass sie sowieso finde, alle Toiletten sollen unisex seien, was soll der konservative Mist von gender-dualistischen Toiletten überhaupt noch?
In diesem Moment kommt einer aus den Kabinenklos und die Freundin ist instinktiv peinlich berührt ob des Eindringens in dieses männliche Stille Örtchen. “Das ist ein politischer Akt!” witzel ich um Spannung raus zu nehmen. Der Typ ist offensichtlich eher müde, will zum Waschbecken um möglichst bald zurück zu was auch immer für einer Lehrveranstaltung zu kehren. Um nicht grob zu wirken, gibt er ein unbeteiligtes “Alles gut” von sich.



2

Kreuzberg, Kottbusser Tor

Einer Laune folgend, setze ich mich mitternachts an den Kotti. Ich bin der einzige Weiße, alle anderen haben dunklere Hautfarben und sind durch meine sitzende Anwesenheit etwas verunsichert. Ein - vermutlich - Latino kommt locker zu mir und fragt ob ich was brauche. Ich verneine freundlich und lass ihn bei beidseitiger Sympathie vorbeiziehen. Hinter mir sitzt ein ununterbrochen abgehackte arabische Sätze in sein Telefon sprechender Typ, der auch immer wieder anderen kleineren Boys Anweisungen und wohl auch anderes gibt. Ich schaue lieber nicht zu genau – fühle mich auch so schon als Zivilbulle eingeordnet und allgemeine Verunischerung produzierend. Meine Sorge beruhigt der Latino etwas, der zurück schlapft und mit leicht verliebten Blick fragt, ob ich denn sicher sei, nichts zu brauchen. Wir mögen uns und ich denke mir, wie interessant das ist. Mir, als zufällig der weißen Majorität angehöriger ist der Raum abstrakt-rechtlich zugesichert. Deswegen muss ich mich nicht konkret mit ihm auseinandersetzen. Die meiste Zeit laufe ich hier augenlos durch, so wie die anderen Hipster, Kulturbürger_innen und Bio-Käufer_innen. Setze ich mein abstraktes Recht auf diesen Raum ins konkrete um, merke ich, wie mir dieser gar nicht gehört. Wie dieser, gerade weil die Boys um mich von diesen System eher diskriminiert werden – und also nicht der abstrakten Raumgarantie trauen können – konkret einen Raum besetzten, von dem ich sofort instinktiv fühle, dass er nicht wirklich meiner ist, sobald ich die Ideenwelt des eiligen Passanten verlasse. Eine oberflächlich friedliche Koexistenz der verschiedenen Ideensphären.

3

Tempelhofer Feld, Mittags

Drei Kinder radeln – vielleicht soeben von der Schule befreit – eilig davon. Zwei fahren in der Kolonne nebeneinher und reden, während der vermutlich türkisch-stämmige Junge eher als Satellit um sie kreist und sich sichtlich ignoriert fühlt: “Mann ihr Blondinen, jetzt schaut doch mal her!” Die beiden reden unbeeindruckt weiter. “WWAAAAHHH – ich will auch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen!!”

4

UdK, Bildhauereiklasse

Zwei Bildhauerei-Studierende unterhalten sich während der lauten Arbeit. Der eine erzählt der anderen, dass er jetzt neuerdings in Therapie sei, und welche Vorzüge die Psychoanalyse habe. “Da bekommt man Jahre eine staatlich finanzierte Person zu Verfügung gestellt, auf die man einfach alles projizieren kann. Mit der man machen kann, was man will.” Seine Gesprächspartnerin ist sich einig über die Vorzüge der Psychoanalyse, sie kenne auch immer mehr ihrer Freund_innen, die in Therapie seien. In einem Anflug des Übereifers verlautbart sie sogar, dass “es doch eigentlich ein Menschenrecht für jedermann sein sollte, eine Person zu haben, auf die man einfach alles – ohne Konsequenzen und Spätfolgen – projizieren kann. Das würde die Gesellschaft sicherlich um einiges weiter bringen.”


5

Herrfurther Straße, Eingang zum Tempelhofer Feld

Ein blonder, dicklicher Junge radelt große Bogen schlagend vom naß-nebelig verhangenen Tempelhofer Feld her und schreit in unregelmäßigen Abständen: “EDEKA! EDEKA! Ich komme EDEKA!” Als er mich in der herbstlichen Einsamkeit bemerkt, schreckt er auf, fasst sich aber bald und lächelt mir ein spitz-freundliches: “Salam a-leikum” zu.

Donnerstag, 14. September 2017

Two publications in the recent "engagée #5 - Maschine-Werden"

 
The beautiful magazine engagée ("für politisch-philosophische Einmischungen") just released its 5th edition (titled, incidentally, Maschine-Werden) and this time I am involved in two publications.

1) together with Sabina Holzer (and this time: Jack Hauser) and as part of Stoffwechsel - Ecologies of Cooperation I am experimenting with a new form of interactive writing we call "reactions". For this, we go to lectures of thinkers we are interested in and afterwards try to put the resulting humming of our heads into a more lyrically than logically operating text: in this method, we try to find a sound behind interesting theories. In this first result, entitled "Gaia, sie liebt mich, sie liebt mich nicht - eine Reaktion auf Alf Hornborgs Wienbesuch zu Machines as Machinations" we reacted to Alf Hornborgs visit to our laboratory in Vienna. More reactions to other lecturers will follow! 

2) In a presentation of Hito Steyerl's installation Factory of the Sun, an excerpt of my publication "be part of the problem, not the solution" was republished.

The texts are not yet online. The magazine can be ordered here

 
with love from Gaia.

Mittwoch, 23. August 2017

Typewriter-Klangwelten at Pop-Kultur Festival


As part of the Typewriter-Klangwelten workshop, I will be performing this Friday at 21h and 22h at Pop-Kultur Festival in Kulturbrauerei Berlin. We will combine text and music production live on stage and try to make these two artforms interact, merge and create new perspectives. Feel free to drop by!